Die Alpen sind das größte Gebirge Europas und eines der beeindruckendsten Naturgebiete der Welt. Sie ziehen sich quer durch den Kontinent und beeinflussen das Klima, die Tier- und Pflanzenwelt, die Kultur und sogar die Wirtschaft vieler Länder.
Vor etwa 100 Millionen Jahren begann die afrikanische Kontinentalplatte, sich langsam nach Norden zu bewegen. Zwischen Afrika und Europa lag damals der Ur-Ozean „Tethys“. Als Afrika immer weiter gegen Europa drückte, wurde der Meeresboden der Tethys zusammengepresst. Die Sedimente stapelten sich, falteten sich und formten schließlich ein riesiges Faltengebirge – die Alpen.
In den letzten zwei Millionen Jahren spielten die Eiszeiten eine entscheidende Rolle. Riesige Gletscher formten Täler, rundeten Berge ab und schufen typische U-Täler wie das Inntal. Viele der heutigen Seen, wie der Bodensee oder der Chiemsee, entstanden durch abschmelzende Gletscher.
Die Alpen erstrecken sich über acht Länder:
Die Alpen werden oft in drei große Bereiche unterteilt:
Die Alpen besitzen ausgeprägte Höhenstufen, die sich stark voneinander unterscheiden:
Die Alpen sind ein wahres Paradies mit über 30.000 Tierarten und etwa 13.000 Pflanzenarten. Hier leben unter anderem:
Der Brennerpass liegt zwischen Innsbruck (Österreich) und Sterzing (Italien). Er ist einer der niedrigsten Alpenübergänge (1.370 m) und deshalb seit der Römerzeit eine Hauptverbindung zwischen Nord- und Südeuropa.
Über den Brenner führen:
Die Alpen gehören zu den beliebtesten Urlaubszielen weltweit. Jährlich besuchen über 100 Millionen Touristen das Gebirge.
Skifahren, Snowboarden, Rodeln und Langlauf gehören zu den Hauptaktivitäten. Viele Orte leben wirtschaftlich fast ausschließlich vom Wintertourismus.
Im Sommer sind Wandern, Klettern, Mountainbiken und Seenurlaub besonders beliebt. Naturparks wie der Nationalpark Hohe Tauern schützen die Tier- und Pflanzenwelt.
Die folgenden Videos erklären wichtige Inhalte sehr anschaulich: